Foto: Asi­en­spie­gelDie Gin­za an einem Sonntagnachmittag.

Der Tou­ris­mus­boom in Japan hält unver­min­dert an. Im ers­ten Halb­jahr wur­den gemäss JNTO 13,76 Mil­lio­nen aus­län­di­sche Tou­ris­ten gezählt. Das ist im Ver­gleich zum Vor­jahr eine Stei­ge­rung um 17,4 Pro­zent. Noch 2014 benö­tig­te es ein gan­zes Kalen­der­jahr, um auf die­se Zahl zu kommen.

Allei­ne der Juni zog 2,3 Mil­lio­nen Besu­cher aus Über­see an. Gewöhn­lich ist die­ser Monat wegen der Regen­zeit ein weni­ger belieb­te Rei­se­zeit. Ganz all­ge­mein wur­den nun in jedem Monat des ers­ten Halb­jah­res 2017 jeweils über 2 Mil­lio­nen Tou­ris­ten in Japan gezählt. Das gab es so noch nie. Geht es in die­sem Tem­po wei­ter, dann wird der letzt­jäh­ri­ge Rekord von 24 Mil­lio­nen locker überschritten.

Die Asia­ten blei­ben die wich­tigs­te Kund­schaft. Neu aber ist, dass es zum ers­ten Mal seit län­ge­rer Zeit wie­der einen neu­en Spit­zen­rei­ter gibt. Die Süd­ko­rea­ner sind mit 3,4 Mil­lio­nen Gäs­ten im ers­ten Halb­jahr an ers­ter Stel­le. Es fol­gen die Chi­ne­sen mit 3,28 Mil­lio­nen, die Tai­wa­ner mit 2,29 Mil­lio­nen und die Hong­kon­ger mit 2,16 Millionen.

Die west­li­chen Gäste

Die häu­figs­ten west­li­chen Gäs­te sind mit Abstand die Ame­ri­ka­ner. Sie stel­len 611’218 Gäs­te. In Euro­pa sind es die Bri­ten (153’800), die Fran­zo­sen (130’300) und die Deut­schen (98’100), die am meis­ten nach Japan rei­sen. Auch die süd­ost­asia­ti­schen Län­der wei­sen alle weit über 150’000 Gäs­te auf, Thai­land sogar 530’900.

Zum ers­ten Mal über­haupt haben die aus­län­di­schen Besu­cher in die­sem Zeit­raum mehr als 2 Bil­lio­nen Yen aus­ge­ben, näm­lich 2,05 Bil­lio­nen Yen (15,8 Mil­li­ar­den Euro), wie die Sankei­Biz berich­tet. Hier­bei sind für ein­mal die Euro­pä­er Spit­ze. In der Rang­lis­te der Aus­ga­ben pro Besu­cher lie­gen die Bri­ten mit 251’171 Yen an der Spit­ze, gefolgt von den Ita­lie­nern mit 233’110 Yen und den Chi­ne­sen mit 225,485 Yen Millionen.