News. Reisen. Japan. Von Jan Knüsel.

Miso-Suppe per Knopfdruck

Zuhause per Knopfdruck eine Miso-Suppe zubereiten: Diese Idee hat Miso-Produzent Marukome aus Nagano umgesetzt.Miso-Shiru-Server heisst das elegante Produkt, das vom Aussehen her einer Kaffeemaschine ähnelt. Die Funktionen sind ebenso einfach verständlich: Eine Flasche mit einer Misopaste nach Wahl wir aufgesteckt und Wasser in den Maschinenbehälter gefüllt. Mit einem einfachen Knopfdruck beginnt die Zubereitung. Miso- und Wassermenge können manuell reguliert werden. Klassische Zutaten wie Algen, frittierter Tofu, Frühlingszwiebeln oder Muscheln kann man gefriergetrocknet kaufen und vor der Zubereitung in die Schale legen.

2014 wurde der erste Miso-Shiru-Server vorgestellt. Inzwischen gibt es mehrere Modelle. Ursprünglich peilte Marukome mit diesem Produkt die Unternehmenswelt an, doch offenbar scheint das Gerät auch immer mehr bei Privatanwendern gut anzukommen, wie ein Tweet zeigt, der kürzlich für viel Aufmerksamkeit sorgte. Darin stellte ein User seinen eigenen Miso-Shiru-Server vor. Über 34’000 Retweets und rund 40’000 Likes erhielt der Beitrag. Berichte in den Medien und wohl einige zusätzliche Verkäufe waren die Folge.

Die Miso-Suppe hatte schon bessere Zeiten

Für Marukome kommt die ungeplante Werbung zum richtigen Zeitpunkt. Laut Angaben des Unternehmens wird in Japan immer weniger Miso-Suppe konsumiert. In den letzten 40 Jahren ist die Verkaufsmenge um einen Drittel gesunken. Entsprechend geht das Traditionsunternehmen neue innovative Wege. Neben der Miso-Maschine hat es eine berührende Anime-Werbung produzieren lassen, die bewusst das junge Publikum ansprechen soll. Ausserdem hat Marukome mit Miranda Kerr auch eine neue internationale Werbeikone verpflichtet.

Die Miso-Maschine von Marukome. (Screenshot: youtube/ マルコメ公式チャンネル(marukomeOfficial))

Die Miso-Maschine von Marukome. (Screenshot: youtube/ マルコメ公式チャンネル(marukomeOfficial))

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