News. Reisen. Japan. Von Jan Knüsel.

Mit Geschmack zum Erfolg

Kit Kat mit Matcha aus Uji. (Foto: flickr/ Andrew Maiman)

Kit Kat mit Matcha aus Uji. (Foto: flickr/ Andrew Maiman)

Nirgendwo sonst auf der Welt bietet die Schokoladenmarke Kit Kat so viele verschiedene Geschmackssorten an wie in Japan. Rund 30 sind es, die permanent angeboten werden. Die Palette reicht von Matcha aus Uji, Cheesecake aus Yokohama über Melonen aus Yubari bis zur Süsskartoffeln aus Okinawa. Dabei werden bewusst Spezialitäten verschiedener Regionen Japans abgedeckt.

Die Schokoladenmarke hat sich mit dieser Strategie ideal der Geschenkkultur des Landes angepasst. Doch Kit Kat ist noch viel mehr. In Zeiten der wichtigen Eintrittsprüfungen für die Schulen und Universitäten (Asienspiegel berichtete) ist es auch eine begehrte Lunchbox-Beigabe. Denn auf Japanisch ähnelt die Aussprache von «Kit Kat» dem Ausdruck «kitto katsu», was so viel wie «Ich werde sicher gewinnen!» bedeutet. Und so hat sich Kit Kat auch zu einem süssen Glücksbringer entwickelt.

Neue Pläne

Erfunden wurde Kit Kat 1935 durch den britischen Süsswarenproduzenten Rowntree’s, der wiederum 1988 von Nestlé aufgekauft wurde. In Japan präsent ist die Marke seit 1973. Doch der grosse Erfolg begann, als Kit Kat in den Nullerjahren ihre «Made in Japan»-Geschmackspalette kontinuierlich ausbaute. Inzwischen besitzt die Marke in den Kaufhäusern ihre eigenen Shops, die Kit Kat Chocolatorys

Die Nachfrage nach der Kit Kat ist so gross, dass Nestlé eine neue Fabrik in der Stadt Himeji gebaut hat. Es ist die erste seit 26 Jahren. Ihr Betrieb wird Anfang August aufgenommen. Ziel ist, der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Die Fabrik soll zudem helfen, neue Geschmäcker einfacher zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen.

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