Foto: Asi­en­spie­gelCha­zu­ke: Gesund und leicht verdaulich.

Heis­ser Grün­tee oder eine Dashi-Brü­he wird in eine Scha­le Reis mit ver­schie­de­nen Zuta­ten gegos­sen. Es ist eine leicht bekömm­li­che, nahr­haf­te Reis­sup­pe. Ocha­zu­ke (oder ein­fach: Cha­zu­ke) heisst die­se japa­ni­sche Tra­di­ti­ons­spei­se, die in Restau­rants ger­ne am Ende ser­viert wird. Ocha­zu­ke ist auch ein belieb­tes Frühstück.

Die Restau­rant­ket­te Dashi-cha­zu­ke En hat sich ganz auf die­ses Gericht spe­zia­li­siert und ist damit erfolg­reich. 22 Able­ger gibt es im Land. Ein Dashi-cha­zu­ke En fin­det man sogar im Flug­ha­fen Nari­ta. Ocha­zu­ke nach einer lan­gen Flug­rei­se: Für mich gibt es nichts bes­se­res und mein Magen weiss: wir sind in Japan. 

Im Cha­zu­ke-Para­dies

Im Dashi-cha­zu­ke En bestellt der Gast an der Kas­se. Die Aus­wahl ist gross: Shira­su-Baby­sar­di­nen mit ein­ge­leg­ter Pflau­me und Gemü­se, gril­lier­ter Lachs mit Kavi­ar oder ein­ge­leg­tes Gemü­se sind drei von vie­len Bei­spie­len. Ich ent­schei­de mich für mari­nier­ten Thun­fisch, bezah­le und set­ze mich an den Tre­sen, wo ich nur weni­ge Minu­ten spä­ter mein Gericht ser­viert bekomme. 

Hung­rig sit­ze ich vor einer Scha­le Reis gar­niert mit fein geschnit­te­nen Thun­fisch­schei­ben und einem klei­nen Tee­krug mit der haus­ei­ge­nen Dashi-Brü­he, die aus ver­schie­de­nen Fisch­sor­ten und Kom­bu-Algen sowie einer Pri­se Hüh­ner­bouil­lon besteht. Als klei­ne Bei­la­gen gibt es Hiji­ki-Mee­resal­gen, ein­ge­leg­tes Gemü­se und kal­ter Hiya­y­ak­ko-Tofu. Die Brü­he gies­se ich in die Reis­scha­le und war­te einen kur­zen Moment, bis die Thun­fisch­schei­ben eine leich­te rosa Far­be anneh­men. Mit einem Löf­fel esse ich mein heis­ses Ocha­zu­ke-Gericht bis zum letz­ten Reis­korn auf. Es ist ein viel­fäl­ti­ges Umami-Geschmacks­er­leb­nis, leicht ver­dau­lich und das wohl gesün­des­te Fast­food Japans.

Foto: Asi­en­spie­gelIm Dashi-cha­zu­ke En im Flug­ha­fen Narita.