Japans höchs­te begeh­ba­re Staumauer

Foto: Depo​sit​pho​tos​.comDie Tal­sper­re und der Stau­see Kurobe.

Der Kuro­be-damu ist die gröss­te Tal­sper­re in Japan. 186 Meter hoch ist die­se impo­san­te Bogen­stau­mau­er mit­ten in der Alpen­re­gi­on der Prä­fek­tur Toy­a­ma auf der Haupt­in­sel Hons­hu. Der Bau dau­er­te sie­ben lan­ge Jah­re und kos­te­te 200 Arbei­tern das Leben. Um das Mate­ri­al zur Bau­stel­le zu brin­gen, muss­te müh­se­lig ein 5,4 Kilo­me­ter lan­ger Tun­nel durch den Mount Tate gebohrt wer­den. Das Was­ser­kraft­werk wur­de der­weil kom­plett in den Berg gebaut, um im Win­ter vor Lawi­nen geschützt zu sein. 1963 wur­de die Anla­ge auf 1470 Metern über Meer von Kan­sai Elec­tric Power offi­zi­ell eröff­net. 51,3 Mil­li­ar­den Yen hat­te der Bau die­ser Tal­sper­re gekostet. 

Sep­tem­ber 2020 – Die­ser Blog kann ohne die Unter­stüt­zung der Leser nicht über­le­ben. Mit einem frei­wil­li­gen Abo tra­gen Sie dazu bei, dass die­ses täg­li­che Stück Japan auch nach 11 Jah­ren wei­ter­exis­tiert – unab­hän­gig, kos­ten­los und frei von Goog­­le-Wer­bun­­gen. Herz­li­chen Dank! Ich blei­be täg­lich dran, bis die­se Kri­se über­stan­den ist und dar­über hinaus.

Spe­zi­ell an die­ser Tal­sper­re ist, dass sie sich zu einem belieb­ten Aus­flugs­ziel ent­wi­ckelt hat. Die gesam­te Stau­mau­er ist begeh­bar. Aus­ser­dem wer­den zwi­schen Ende Juni und Mit­te Okto­ber, wenn der Pegel­stand des Stau­sees Kuro­be beson­ders hoch ist, tags­über rie­si­ge Was­ser­mas­sen abge­las­sen. Der künst­li­che Was­ser­fall bil­det einen schö­nen Regen­bo­gen. Gleich meh­re­re Aus­sichts­punk­te ermög­li­chen es, das per­fek­te Foto zu schies­sen. Die Stau­damm-Anla­ge bie­tet sogar ein eige­nes Restau­rant und auf dem Lake Kuro­be wer­den Boots­fahr­ten ange­bo­ten.

Die Infra­struk­tur, die damals für den Bau erstellt wur­de, ist inzwi­schen ein fixer Bestand­teil der Tatey­a­ma Kuro­be Alpi­ne Rou­te, die auf spek­ta­ku­lä­re Wei­se die Prä­fek­tu­ren Naga­no und Toy­a­ma ver­bin­det. Von Naga­no kom­mend fährt zuerst mit einem Lokal­bus von Oma­chi die Ber­ge hoch nach Ogi­za­wa. Durch den damals gebau­ten Tun­nel fährt heu­te der Kan­den Tun­nel Elec­tric Bus, der direkt zur Tal­sper­re führt. Auf der ande­ren Sei­te des Stau­damms führt die ein­zig voll­stän­dig unter­ir­disch gebau­te Stand­seil­bahn Japans hoch zum Kuro­bedai­ra. Die gesam­te Alpen­rou­te beinhal­tet zudem noch eine Luft­seil­bahn, einen Trol­ley-Bus-Tun­nel, einen Bus, eine wei­te­re Stand­seil­bahn und zuletzt noch einen Zug, der bis nach Toy­a­ma fährt. 

Die spek­ta­ku­lärs­te Berg­rou­te Japans

Den höchs­ten Punkt, den man bei die­ser Rei­se erreicht, liegt auf 2450 Metern über Meer bei der Sta­ti­on Muro­dō, die im Som­mer ein idea­ler Aus­gangs­punkt für ein­fa­che wie auch anspruchs­vol­le Wan­de­run­gen ist. In die­ser Regi­on befin­det sich zugleich das höchs­te Onsen-Bad (Mikuri­gai­ke-Onsen), das höchs­te Hotel (Hotel Tatey­a­ma) sowie der höchs­te Was­ser­fall (jp. Shō­­myō-daki) des Lan­des. Das bekann­tes­te Wahr­zei­chen ist der­weil die höchs­te Schnee­wand der Welt. Yuki no ōta­ni, «das gros­se Schnee­tal», nen­nen die Japa­ner die­se impo­san­te Sehens­wür­dig­keit. Jedes Jahr sam­melt sich auf der spek­ta­ku­lä­ren 23 Kilo­me­ter lan­gen Pass­stras­se, die sich von Bijodai­ra bis zur Sta­ti­on Muro­dō hoch­schlän­gelt, meter­wei­se Schnee an, der bis im Juni in den höhe­ren Lagen lie­gen bleibt (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Foto: Depo​sit​pho​tos​.comJeweils zwi­schen Juni und Okto­ber kann man als Besu­cher zuschau­en, wie Was­ser abge­las­sen wird.
Foto: Depo​sit​pho​tos​.comDer begeh­ba­re Stau­damm ist auch Teil der «Tatey­a­ma Kuro­be Alpi­ne Route».

Der Stand­ort der Kurobe-Talsperre

Im Shop
An alle Leser
Freiwilliges Abo

An alle Leser

Mit einem frei­wil­li­gen Abo sichern Sie die Zukunft die­ses unab­hän­gi­gen Blogs.

MEHR ERFAHREN

Jan in Japan
Buch

Jan in Japan

60 Orte abseits von Tokio und Kyo­to: Eine Rei­se durch den viel­fäl­ti­gen Inselstaat.

BUCH KAUFEN

In Japan
Buch

In Japan

Der prak­ti­sche Rei­se­füh­rer von Jan Knü­sel in der 6. Auflage.

BUCH KAUFEN

cas-ostasien
Shinsen
asia-intensiv
Shizuku
Sato
Negishi
Bimi
Gustav Gehrig
Kabuki
Schuler Auktionen
Yu-an
Butcher
Edomae
Japan Wireless
Aero Telegraph
Nooch
Asia Society
Depositphotos 1b
Prime Travel
Kokoro
Kalligrafie
Japan Rail Pass
Kabuki_2
Keto-Shop
Depositphotos 2
Depositphotos 1