Wenn Rinko Kawau­chi die Welt foto­gra­fiert, dann wird das Unschein­ba­re ersicht­lich und das All­täg­li­che ein­zig­ar­tig. Es sind klei­ne, simp­le Meis­ter­wer­ke, die ganz still das Leben beschrei­ben. Das Baby an der Brust, die Hän­de im Sand, eine glim­men­de Ziga­ret­te, ein Thun­fisch, ein Insekt. Aus schein­bar Bana­lem macht sie Poe­sie. Ihre Wer­ke haben sie zu einer der gefrag­tes­ten Foto­künst­le­rin­nen gemacht. Der Invi­si­ble Pho­to­gra­pher Asia hat Kawau­chi gar zur ein­fluss­reichs­ten Foto­gra­fin in Asi­en erklärt.

Vor zwei Jah­ren sprach Asi­en­spie­gel mit Rinko Kawau­chi anläss­lich ihrer Aus­stel­lung in der Chris­to­phe Guye Gale­rie in Zürich. Nun ist die Meis­te­rin des Unschein­ba­ren zurück in Euro­pa, im Kunst Haus Wien. Es han­delt sich um die ers­te umfang­rei­che Mid-Care­er-Retro­spek­ti­ve der Foto­gra­fin. Hier­zu lud das Muse­um die japa­ni­sche Künst­le­ring im Dezem­ber 2014 zu einer Rei­se nach Öster­reich ein, wo sie für die­se Aus­stel­lung neue Wer­ke erschuf. Über die­se Rei­se hat Fil­me­ma­cher Mar­tin Hamp­ton die ein­drück­li­che Mini-Doku Rinko Kawau­chi Dream­Wal­king rea­li­siert, die tief in die See­le von Rinko Kawau­chi schaut.

Die Aus­stel­lung im Kunst Haus Wien dau­ert noch bis zum 5. Juli 2015. Mehr dazu hier.

Screen­shot: youtube/​KUNST HAUS WIENRinko Kawau­chi bei der Arbeit.