News. Reisen. Japan. Von Jan Knüsel.

Ein viersprachiges Megafon

Der Megahonyaku ermöglicht mehrsprachige Durchsagen. (Foto: Panasonic)

Der Megahonyaku ermöglicht mehrsprachige Durchsagen. (Foto: Panasonic)

Um der Hektik bei Grossanlässen sowie in japanischen Bahnhöfen und Flughäfen Herr zu werden, benutzen die Verantwortlichen gerne ein Megafon. Verspätungen, Notfälle und andere wichtige Hinweise werden damit laut durchgegeben. Bislang waren diese Durchsagen konsequent auf Japanisch. Ausländische Touristen mussten sich jeweils direkt beim zuständigen Personal über kurzfristige Änderungen und Probleme informieren. An vielen Orten helfen mittlerweile auch mehrsprachige Digitalanzeigen weiter.

Künftig werden die Angestellten der Tokioter Metro ihre Durchsagen gleich in vier Sprachen tätigen. Möglich macht dies ein Megafon, das einen auf Japanisch gesprochenen Satz in Echtzeit auf Englisch, Chinesisch und Koreanisch übersetzen kann. Es soll sich um das erste mehrsprachige Megafon der Welt handeln.

Die Technik dahinter ist simpel. Das von Panasonic entwickelte Gerät hat eine Software integriert, auf der 300 verschiedene Informationssätze in den vier Sprachen gespeichert sind. Der Benutzer kann diese Sätze entweder per eingebauten Touchscreen gezielt anwählen und so übers Megafon verkünden lassen; oder er spricht den Informationssatz direkt ins Megafon, worauf automatisch die Übersetzungen in den Fremdsprachen folgen.

In Narita schon im Einsatz

Während der Neujahrszeit wurden 5 solcher Geräte in den Bahnhöfen Meiji-Jingumae und Asakusa getestet. Über eine definitive Einführung soll später entschieden werden. Dasselbe Megafon soll zudem beim diesjährigen Tokioter Marathon im Februar eingesetzt werden, wo jeweils auch viele ausländische Läufer teilnehmen. Im Internationalen Flughafen Narita ist das Megafon von Panasonic ebenfalls schon Testweise zum Einsatz gekommen. Der Flughafenbetreiber plant bereits mehrere Dutzend dieser Geräte einzuführen.

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