Der Kashi­ma-Jin­gu in der Prä­fek­tur Iba­ra­ki ist eine der ältes­ten Schrei­ne des Lan­des. Bereits im 8. Jahr­hun­dert soll die­ser gegrün­det wor­den sein. Genau wie in Ise, dem Zen­trum des Shin­to­is­mus, wur­de die Gebäu­de des Kashi­ma-Schreins bis ins 15. Jahr­hun­dert alle 20 Jah­re abge­ris­sen und neu errich­tet. Zahl­rei­che Hal­len sind heu­te wich­ti­ge japa­ni­sche Kul­tur­gü­ter. Das auf­be­wahr­te Schwert, das stell­ver­tre­tend für die dort ver­ehr­te Gott­heit Tak­emi­ka­zu­chi steht, ist ein Natio­nal­schatz Japans.

Und trotz die­ser Bedeu­tung ist der Ort, der nicht all­zu weit von Tokio ent­fernt liegt (eine knapp 2-stün­di­ge Bus­fahrt), nicht vie­len aus­län­di­schen Tou­ris­ten bekannt. Doch seit eini­ger Zeit haben Foto­gra­fen und Rei­se-Blog­ger die­sen Ort für sich ent­deckt. Der dort befind­li­che Mit­a­ra­shi-Ike, ein pit­to­res­ker Teich mit Koi-Fischen, einem klei­nen Torii und einem dar­über posi­tio­nier­ten lan­gen Baum­stamm hat sich zu einem foto­gra­fi­schen Geheim­tipp ent­wi­ckelt, ähn­lich wie die Bucht in Kis­ara­zu (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Allei­ne das Bild von Twit­ter-Nut­zer @ShimbaHome hat 40’000 Likes erhal­ten (sie­he Tweet oben).

Frü­her wur­de das Was­ser des Mit­a­ra­shi-Ike beim Besuch des Kashi­ma-Schreins für die ritu­el­le Rei­ni­gung benutzt. Heu­te erfüllt es noch bei zere­mo­ni­el­len Anläs­sen die­se Funk­ti­on. Das Was­ser selbst stammt aus einer unter­ir­di­schen natür­li­chen Quelle.