News. Reisen. Japan. Von Jan Knüsel.

Der Geheimtipp im Schrein

Der Kashima-Jingu in der Präfektur Ibaraki ist eine der ältesten Schreine des Landes. Bereits im 8. Jahrhundert soll dieser gegründet worden sein. Genau wie in Ise, dem Zentrum des Shintoismus, wurde die Gebäude des Kashima-Schreins bis ins 15. Jahrhundert alle 20 Jahre abgerissen und neu errichtet. Zahlreiche Hallen sind heute wichtige japanische Kulturgüter. Das aufbewahrte Schwert, das stellvertretend für die dort verehrte Gottheit Takemikazuchi steht, ist ein Nationalschatz Japans.

Und trotz dieser Bedeutung ist der Ort, der nicht allzu weit von Tokio entfernt liegt (eine knapp 2-stündige Busfahrt), nicht vielen ausländischen Touristen bekannt. Doch seit einiger Zeit haben Fotografen und Reise-Blogger diesen Ort für sich entdeckt. Der dort befindliche Mitarashi-Ike, ein pittoresker Teich mit Koi-Fischen, einem kleinen Torii und einem darüber positionierten langen Baumstamm hat sich zu einem fotografischen Geheimtipp entwickelt, ähnlich wie die Bucht in Kisarazu (Asienspiegel berichtete). Alleine das Bild von Twitter-Nutzer @ShimbaHome hat 40’000 Likes erhalten (siehe Tweet oben).

Früher wurde das Wasser des Mitarashi-Ike beim Besuch des Kashima-Schreins für die rituelle Reinigung benutzt. Heute erfüllt es noch bei zeremoniellen Anlässen diese Funktion. Das Wasser selbst stammt aus einer unterirdischen natürlichen Quelle.

Ein Geheimtipp: Der Mitarashi-Ike des Kashima-Schreints. (Foto: twitter/ @ShimbaHome)

Ein Geheimtipp: Der Mitarashi-Ike des Kashima-Schreints. (Foto: twitter/ @ShimbaHome)

Stichwortdossier: , , , , ,

Kommentar schreiben