Foto: flickr / Emran Kas­simDis­ney­land: Eine japa­ni­sche Institution.

Das Tokyo Dis­ney­land fei­ert sei­nen 35-jäh­ri­gen Geburts­tag. Am 15. April 1983 wur­de es in der Stadt Ura­yasu bei Tokio eröff­net. Es war die ers­te Anla­ge von Dis­ney aus­ser­halb der USA. 180 Mil­li­ar­den Yen wur­den für den Bau aus­ge­ge­ben, fast das Dop­pel­te des vor­ge­se­he­nen Bud­gets. Auf einer auf­ge­schüt­te­ten Flä­che von 47 Hekta­ren ent­stand die­se Mär­chen­welt nach dem Vor­bild des Dis­ney­lands in Kali­for­ni­en. Das Risi­ko zahl­te sich aus. Kein ande­rer The­men­park in Japan ist der­art erfolg­reich. Tokyo Dis­ney­land ist schon längst eine Insti­tu­ti­on, ein fes­ter Teil der japa­ni­schen Kind­heit und Jugend. Hier eini­ge ein­drück­li­che Zah­len und Fak­ten, die die­ses Phä­no­men vor Augen führen.

  • In der Rang­lis­te der am meis­ten besuch­ten Ver­gnü­gungs­parks belegt Tokyo Dis­ney­land mit über 16 Mil­lio­nen Gäs­ten pro Jahr welt­weit Rang 3. Nimmt man noch den zwei­ten Park, Dis­ney Sea, hin­zu, ist die Anla­ge mit rund 30 Mil­lio­nen Besu­chern sogar Num­mer 1. 

  • Der Besit­zer von Tokyo Dis­ney­land ist das japa­ni­sche Unter­neh­men The Ori­en­tal Land Com­pa­ny. Dis­ney kas­siert im Gegen­zug Lizenz­ge­büh­ren, berät das Unter­neh­men, bestimmt die Vor­ga­ben und baut die Anlagen.

  • Tokyo Dis­ney­land begann mit 32 Attrak­tio­nen sowie 68 Restau­rants und Geschäf­ten. 35 Jah­re spä­ter sind es 42 Attrak­tio­nen und über 100 Restau­rants und Geschäf­te. Zusätz­lich gibt es noch vier Resort-Hotels. 2001 kam mit Dis­ney Sea ein eigen­stän­di­ger zwei­ter Ver­gnü­gungs­park hin­zu. Heu­te ist die gesam­te Dis­ney-Flä­che mit 100 Hekta­ren dop­pelt so gross wie 1983. 

  • Tokyo Dis­ney­land kann wie kein ande­rer Ver­gnü­gungs­park auf die­ser Welt auf eine loya­le Kund­schaft zäh­len. 90 Pro­zent der Gäs­te besu­chen gemäss Yahoo News den Park mehr als ein­mal im Jahr. Es soll sogar Leu­te geben, die sich jähr­lich über 100 Mal hier auf­hal­ten. Ein Jah­res­abo kos­tet für bei­de Anla­gen 89’000 Yen. Die Nähe zum Gross­raum Tokio ist hier­bei eine gros­se Hil­fe. Die Fahrt vom Bahn­hof Tokio dau­ert gera­de mal 15 Minu­ten. Aus­län­di­sche Besu­cher hat der Park hin­ge­ge­ben nur weni­ge. 2013 waren ledig­lich 4 Pro­zent aller Besu­cher Tou­ris­ten aus Übersee. 

  • Offen­bar exis­tie­ren Plä­ne, den Park bis 2021 um wei­te­re 30 Pro­zent zu ver­grös­sern, obwohl das auf­ge­schüt­te­te Land über kei­ne wei­te­ren lee­ren Flä­chen ver­fügt. Der Bau von hohen Park­häu­sern soll nun den not­wen­di­gen Platz für die Erwei­te­rung schaffen. 

Die Kon­kur­renz ist mit den eben­falls erfolg­rei­chen Uni­ver­sal Stu­di­os in Osa­ka, dem Ach­ter­bahn-Para­dies Fuji-Q High­land, mit dem wie­der­be­leb­ten Huis Ten Bosch in Naga­sa­ki (Asi­en­spie­gel berich­te­te) oder dem neu­en Lego­land bei Nago­ya gross. An Tokyo Dis­ney­land kommt im wirt­schaft­li­chen Ver­gleich jedoch kein Park heran.