Foto: flickr / 斐莱思Ach­tung Moskito!

Am 16. Mai war der vor­läu­fig heis­ses­te Tag des Jah­res in Japan. In den ver­gan­ge­nen Tagen stie­gen die Tem­pe­ra­tu­ren in gros­sen Tei­len des Lan­des auf über 30 Grad. Dann ist nicht mehr von natsubi (Som­mer­ta­ge) mit über 25 Grad, son­dern von mana­tsubi die Rede. So stie­gen an 100 von ins­ge­samt 930 Mess­or­ten der japa­ni­schen Wet­ter­be­hör­den das Ther­mo­me­ter auf über 30 Grad. In Hiro­no in der Prä­fek­tur Hiro­shi­ma war es bereits um 10 Uhr am Mor­gen knapp 32 Grad, wie die Mai­ni­chi Shim­bun berich­te­te. In den nächs­ten Tagen hält das som­mer­li­che Wet­ter an.

Die heis­sen Tem­pe­ra­tu­ren bedeu­ten auch, dass sich die Stech­mü­cken immer mehr bemerk­bar machen. Wenn die Tem­pe­ra­tu­ren meh­re­re Tage auf über 25 Grad ver­har­ren, dann nimmt ihre Popu­la­ti­on rasant zu. Vom Ei über die Lar­ve bis zur aus­ge­wach­se­nen Form dau­ert es kur­ze 10 Tage. Eine Umfra­ge von Wea​ther​news​.jp zeigt denn auch, dass auf der Pazi­fik­sei­te von Tokio über den Süd­wes­ten bis in den Süden hin­un­ter schon zahl­rei­che Men­schen bestä­ti­gen, dass sie gesto­chen wor­den sind (sie­he Tweet unten). Gera­de im Süden von Shi­ko­ku und Kyus­hu wur­de bereits jede zwei­te befrag­te Per­son von Mücken belästigt. 

Mit­tel gegen Mücken

Auch wenn die Gefahr mit den Mos­ki­tos in tro­pi­schen Regio­nen wie in Süd­ost­asi­en nicht zu ver­glei­chen ist, kön­nen die Insek­ten doch sehr läs­tig wer­den im Som­mer. In Japan ist man jedoch gut gewapp­net. Die Fens­ter in den Häu­sern sind gewöhn­lich mit fei­nen Net­zen aus­ge­rüs­tet, damit auch kei­ne Insek­ten ins Haus gelan­gen. Ein Klas­si­ker sind die Räu­cher­spi­ra­len, die man häu­fig in ein Kera­mik-Schwein legt (Kaya­ri Buta). Die Dro­ge­ri­en bie­ten zudem unzäh­li­ge Mit­tel gegen die Mücken an. Eine gros­se Hil­fe sind die Mus­hiyo­ke, ver­schie­dens­te Mit­tel, die die Stech­mü­cken auf Distanz hal­ten. Zumeist han­delt es sich um Sprays. Ich per­sön­lich kau­fe immer auf Mus­hiyo­ke-Rin­ge, die man an den Armen und den Bei­nen tra­gen kann. Und wenn man doch ein­mal gesto­chen wird, dann kommt in Japan Muhi zum Ein­satz. Das ist eine Crè­me, die man auf die gesto­che­ne Stel­le auf­trägt und den Juck­reiz sofort lin­dert. Muhi ist in Japan in allen Dro­ge­ri­en und in Mini­märk­ten erhältlich.

Foto: flickr / mrha­ya­taDas Schwein mit der Räu­cher­spi­ra­le, die Insek­ten ver­trei­ben hilft.