Warn­stu­fe 4 für Japan-Reisen

Sayuri Inoue / Shut​ter​stock​.comDie Ankunfts­hal­le des Flug­ha­fens Nari­ta am 5. Janu­ar 2021.

Das US-Aus­sen­mi­nis­te­ri­um hat die Warn­stu­fe für Rei­sen nach Japan zum ers­ten Mal auf die höchs­te Stu­fe 4 ange­ho­ben. «Do not tra­vel» lau­tet die ein­fa­che Bot­schaft. Die Ein­stu­fung basiert auf der Ana­ly­se der US-Seu­chen­be­hör­de CDC. Dem­nach wird von Rei­sen nach Japan abge­ra­ten, da das Anste­ckungs­ri­si­ko hoch sei. Per­so­nen, die den­noch in den Insel­staat rei­sen müs­sen, soll­ten sich vor­her voll­stän­dig imp­fen. Es bestehe jedoch die Gefahr, dass selbst Geimpf­te sich mit Coro­na­vi­rus-Vari­an­ten anste­cken könn­ten, heisst es in der Mel­dung des CDC. 

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Eine unge­müt­li­che Warnung

CDCNun gilt auch für Japan die höchs­te Warn­stu­fe 4.

Die­se Rei­se­war­nung mag nicht über­ra­schen. Immer­hin haben die USA für 150 Län­der die höchs­te Stu­fe ver­hängt, so auch für Deutsch­land, die Schweiz und Öster­reich. Seit April 2021 steckt der Insel­staat in einer vier­ten Wel­le, die Fall­zah­len sind in den ver­gan­ge­nen Wochen gestie­gen, das Gesund­heits­we­sen ist vie­ler­orts über­las­tet (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Eine Anpas­sung durch das CDC war zu erwar­ten. Trotz­dem hat der Ent­scheid für Japan kei­ne unmit­tel­ba­ren Aus­wir­kun­gen. Die Gren­zen sind seit Anfang Jahr ohne­hin geschlos­sen. Nur noch japa­ni­schen Staats­bür­gern, For­eign Resi­dents, pro­fes­sio­nel­len Sport­lern und Per­so­nen, die aus­ser­or­dent­li­che Umstän­de gel­tend machen kön­nen, ist die Ein­rei­se erlaubt und selbst für die­se Grup­pen gel­ten stren­ge Auf­la­gen (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Den­noch sorgt die War­nung für viel Wir­bel. Das Land sorgt sich um die Aus­sen­wahr­neh­mung. Die Warn­stu­fe 4 hin­ter­lässt 58 Tagen vor der Eröff­nung der Olym­pi­schen Spie­le in Tokio kei­nen guten Ein­druck und wirft Fra­gen auf. Ent­spre­chend bemüht war die Regie­rung ges­tern um Scha­dens­be­gren­zung. Die Warn­stu­fe habe kei­nen Ein­fluss auf «Tokyo 2020», beton­ten Chef­ka­bi­netts­se­kre­tär Kats­uno­bu Kato und Olym­pia­mi­nis­te­rin Tama­yo Maru­ka­wa. Es hand­le sich um eine Emp­feh­lung und es sei nicht die Rede von einem Ver­bot not­wen­di­ger Rei­sen. Anders sieht dies Jun Azu­mi von der oppo­si­tio­nel­len Con­sti­tu­tio­nal Demo­cra­tic Par­ty. Man müs­se sich fra­gen, ob man in den ver­blei­ben­den zwei Mona­ten noch zum gewünsch­ten Zustand kom­me, der eine Durch­füh­rung erlau­be. Die Regie­rung wird es vor­aus­sicht­lich mit einer Ver­län­ge­rung des Not­stands bis in den Juni hin­ein ver­su­chen. Fest steht, dass mit die­ser Rei­se­war­nung die Kri­tik an «Tokyo 2020» in den kom­men­den Wochen nicht ver­stum­men wird.

Die Kri­tik der reichs­ten Japaner

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de sprach Masayo­shi Son, CEO von Soft­bank und einer der reichs­ten Japa­ner, in einem Tweet (sie­he oben) Klar­text. Dar­in schrieb er, dass man nicht nur an die mög­li­che Kon­ven­tio­nal­stra­fe im Fal­le einer Absa­ge von «Toy­ko 2020» den­ken sol­le. Man dro­he viel­mehr zu ver­lie­ren, wenn 100’000 Ath­le­ten und Betei­lig­te aus 200 Län­dern nach Japan, das mit den Imp­fun­gen kaum vor­an­kommt, ein­rei­sen und sich dadurch wei­te­re Vari­an­ten ver­brei­ten wür­den. Mit einer Durch­füh­rung die­ser Gross­ver­an­stal­tung set­ze man Men­schen­le­ben, einen Wirt­schafts­ein­bruch und die Geduld der Bevöl­ke­rung aufs Spiel. Eine Woche zuvor bezeich­ne­te Hiro­shi Miki­ta­ni, CEO des gröss­ten japa­ni­schen Online­händ­lers Raku­ten und eben­falls einer der reichs­ten Japa­ner, in einem Inter­view mit CNN die Aus­tra­gung von «Tokyo 2020» als «Selbst­­mord-Mis­­si­on».

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