flickr/​eugenefloresWegen Ver­bin­dun­gen zu den schwe­ren Jungs der Yaku­za lei­det Japans Ring­sport unter einem gewich­ti­gen Imageproblem.

Japans öffent­li­che Rund­funk­ge­sell­schaft NHK wird das bevor­ste­hen­de Sumo-Tur­nier von Nago­ya wegen hef­ti­ger Pro­tes­te des Publi­kums nicht live über­tra­gen. Meh­re­re Sumo-Rin­ger sind in einen Skan­dal um ille­ga­le Wet­ten in Ver­bin­dung mit Yaku­za-Orga­ni­sa­tio­nen ver­wi­ckelt (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Damit fällt die Über­tra­gung des Tur­niers zum ers­ten Mal seit mehr als 50 Jah­ren aus.

Dut­zen­de Sumo-Rin­ger, wel­che in Japan als Vor­bil­der gel­ten, hat­ten ille­ga­le Wet­ten auf Bas­ket­ball­spie­le abge­schlos­sen und damit der orga­ni­sier­ten Kri­mi­na­li­tät die Geld­kof­fer gefüllt. Aus­ser­dem waren wie­der­holt Bos­se des Yama­gu­chi-gumi, Japans gröss­ter mafiö­ser Grup­pie­rung, auf Ehren­plät­zen am Ring auf­ge­taucht (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Offen­bar soll­te die öffent­li­che Prä­senz die Ver­bun­den­heit mit inhaf­tier­ten Mit­glie­dern der Yaku­za signa­li­sie­ren, da die­se die NHK-Pro­gram­me auch im Gefäng­nis sehen können.

Anstel­le der Live-Über­tra­gung wird NHK über die Resul­ta­te des Tur­niers berich­ten und kur­ze Zusam­men­fas­sun­gen der Höhe­punk­te zei­gen. Wegen des Wett­skan­dals haben sich eben­falls bereits meh­re­re Haupt­spon­so­ren von dem Tur­nier zurückgezogen.