Fuku­shi­mas ers­te Windkraftanlage

Screen­shot: ANN NewsDie für Fuku­shi­ma gebau­te Wind­kraft­an­la­ge in der Mit­sui-Schiffs­werft öst­lich von Tokio.

Täg­lich arbei­ten Exper­ten und Ret­tungs­ar­bei­ter im AKW Fuku­shi­ma dar­an, die ver­hee­ren­den Fol­gen der Kata­stro­phe in den Griff zu bekom­men. Noch Jahr­zehn­te wird die Regi­on damit zu kämp­fen haben. Der­weil hat vor der Küs­te der Prä­fek­tur Fuku­shi­ma die Arbeit an einer sau­be­ren Ener­gie­zu­kunft bereits begon­nen. Hier soll der­einst der gröss­te Off­shore-Wind­park der Welt zu ste­hen kommen.

August 2020 – Die­ser Blog kann ohne die Unter­stüt­zung der Leser nicht über­le­ben. Mit einem frei­wil­li­gen Abo tra­gen Sie dazu bei, dass die­ses täg­li­che Stück Japan auch nach 11 Jah­ren wei­ter­exis­tiert – unab­hän­gig, kos­ten­los und frei von Goog­­le-Wer­bun­­gen. Herz­li­chen Dank! Ich blei­be täg­lich dran, bis die­se Kri­se über­stan­den ist und dar­über hinaus.

Die Mit­sui-Schiffs­werft in der Prä­fek­tur Chi­ba hat nun die ers­te Wind­kraft­an­la­ge für Test­zwe­cke fer­tig gestellt. 100 Meter hoch ist sie, der Durch­mes­ser beträgt 80 Metern. Spe­zi­ell dar­an ist, dass die Struk­tur auf dem Was­ser schwimmt, ohne den Mee­res­bo­den zu berühren.

Für die Ver­an­ke­rung wer­den laut der Yomi­uri Shim­bun drei mas­si­ve Fest­macher­ket­ten ver­wen­det, die an drei schwim­men­den, 35 Meter hohen, zylin­dri­schen Metall­flös­sen befes­tigt wer­den. Die­se Bau­art soll hel­fen, Tai­funs und hohem Wel­len­gang zu trotzen.

Wind­kraft vor der Sperrzone

In den Gewäs­sern 20 Kilo­me­ter vor der Sperr­zo­nen­stadt Tomio­ka wird die­se 2000-Kilo­watt-Wind­kraft­an­la­ge in den nächs­ten Wochen instal­liert. Ers­te Tests soll Mit­te Okto­ber begin­nen. In einer wei­te­ren Pha­se wer­den zwei wei­te­re jeweils 200 Meter hohe 7000-Kilo­watt-Wind­kraft­an­la­gen hinzukommen.

Bis 2015 wer­den die Ver­su­che andau­ern. Dabei wer­den die tech­ni­schen Pro­ble­me, die anfal­len­den Kos­ten sowie der Ein­fluss auf die Fische­rei­bran­che genau­er unter die Lupe genom­men. Ver­läuft alles plan­mäs­sig, könn­te bereits ab 2016 die kom­mer­zi­el­le Inbe­trieb­nah­me star­ten. Bis 2020 soll schliess­lich ein Wind­park mit 143 sol­cher, schwim­men­den Anla­gen instal­liert wer­den (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Finan­ziert wird das Off­shore-Wind­park-Pro­jekt für Fuku­shi­ma durch das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um. Die Uni­ver­si­tät Tokio sowie zehn pri­va­te Kon­zer­ne, wie Maru­beni oder Mitsu­bi­shi Hea­vy Indus­tries, arbei­ten an des­sen Entwicklung.

Gros­ses Potential

Bereits letz­ten Juni hat die Regie­rung damit begon­nen, vor den Goto-Inseln bei Naga­sa­ki ers­te Tests mit schwim­men­den Wind­kraft­an­la­gen durch­zu­füh­ren (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Dabei wur­de bis zur AKW-Kata­stro­phe der Off­shore-Wind­ener­gie kei­ne gros­se Beach­tung geschenkt, obwohl der Insel­staat über einen immensen Stand­ort­vor­teil verfügt.

Das Land besitzt dank sei­ner umge­ben­den Gewäs­ser die sechst­gröss­te exklu­si­ve Wirt­schafts­zo­ne. Japan könn­te allei­ne mit Wind­parks im Meer rund 30 Mil­lio­nen Kilo­watt an Strom erzeu­gen. Das ent­spricht der Ener­gie von rund 30 Atom­re­ak­to­ren. Das hät­te zudem den Vor­teil, dass es weder zu Land­ent­eig­nun­gen noch zu Umwelt­ver­schmut­zun­gen käme.

Im Shop
An alle Leser
Freiwilliges Abo

An alle Leser

Mit einem frei­wil­li­gen Abo sichern Sie die Zukunft die­ses unab­hän­gi­gen Blogs.

MEHR ERFAHREN

Jan in Japan – 60 Orte
Buch

Jan in Japan – 60 Orte

60 Orte abseits von Tokio und Kyo­to: Eine Rei­se durch den viel­fäl­ti­gen Inselstaat.

BUCH KAUFEN

In Japan - Der praktische Reiseführer
Buch

In Japan – Der prak­ti­sche Reiseführer

Der Best­sel­ler von Jan Knü­sel in der neu­en 6. Auf­la­ge / Edi­ti­on 2020.

BUCH KAUFEN

Shinsen
Sato
Shizuku
Kabuki
Gustav Gehrig
Negishi
Schuler Auktionen
Yu-an
Butcher
Bimi
Edomae
Japan Wireless
Aero Telegraph
Nooch
Asia Society
Depositphotos 1b
Prime Travel
Kokoro
Kalligrafie
Japan Rail Pass
Kabuki_2
Keto-Shop
Depositphotos 2
Depositphotos 1