Screen­shot: youtube/​ANN NewsKai­ser Aki­hi­to auf einem Archiv­bild von 2013.

In Japan gilt es den Füh­rer­schein, je nach Sta­tus, alle drei bis fünf Jah­re in einem ver­gleichs­wei­se auf­wen­di­gen Pro­zess zu erneu­ern. Das beinhal­tet das Aus­fül­len von Doku­men­ten, einen Seh­test, ein neu­es Foto und die Teil­nah­me an einem Unter­richt, der einem noch­mals auf die Gefah­ren hin­weist. Wenn man älter als 70 Jah­re ist, ver­schär­fen sich die Bedin­gun­gen für die Erneue­rung. Dann muss alle paar Jahr ein Fahr­test abge­legt werden.

Die­ses Gesetz gilt auch für den japa­ni­schen Kai­ser. Der 82-jäh­ri­ge Ten­no Aki­hi­to, der nun schon im 28. Jahr im Amt ist, setz­te sich nach einem erfolg­reich bestan­de­nen Seh­test noch ein­mal hin­ters Steu­er sei­nes Hon­da Inte­gra, wie die Asahi Shim­bun berich­te­te. Im Gegen­satz zum Nor­mal­bür­ger kam der Kai­ser doch noch in den Genuss einer Spezialbehandlung.

So wur­de der gesam­te Fahr­test nicht in irgend­ei­ner Fahr­schu­le, son­dern auf dem Palast­ge­län­de in Tokio absol­viert. Hier­für wur­de eigens eine Ampel instal­liert. Nach dem erfolg­reich bestan­de­nen Test fuhr er mit dem Auto gleich zu sei­nem Palast zurück, so gross ist das Are­al. Das streng bewach­te, inne­re Palast­ge­län­de ist für die Öffent­lich­keit jeweils nur an zwei Tagen im Jahr zugänglich.

Die Spa­zier­fahrt zu den öst­li­chen Gärten

Tat­säch­lich soll Kai­ser Aki­hi­to gemein­sam mit der Kai­se­rin Michi­ko das Auto noch regel­mäs­sig benut­zen – um zu den Ten­nis­plät­zen in den öst­li­chen Gär­ten zu fah­ren. Die­ser Ort befin­det sich eben­falls auf dem Palast­ge­län­de und ist der Öffent­lich­keit zugäng­lich. Mit Stau und Ver­spä­tun­gen ist auf die­ser Fahrt nicht zu rechnen.

Seit 1954 ist Kai­ser Aki­hi­to im Besitz des Füh­rer­scheins. Laut dem Hof­amt hat er sei­nen Füh­rer­schein nun zum letz­ten Mal ver­län­gert. Er wer­de auf wei­te­re Fahr­test verzichten.