Foto: flickr/​aja­riEin Tou­ris­ten­ma­gnet: Der Fus­hi­mi-Ina­ri-Schrein in Kyoto.

Seit fünf Jah­ren hält der Tou­ris­mus-Boom in Japan schon an. Ein stär­ke­rer Yen, eine schwä­cheln­de chi­ne­si­sche Wirt­schaft und selbst das schwe­re Erd­be­ben von Kuma­mo­to im Früh­ling haben das Wachs­tum im ver­gan­ge­nen Jahr ledig­lich leicht ver­lang­samt, aber in kei­ner Wei­se gestoppt.

24,04 Mil­lio­nen aus­län­di­sche Tou­ris­ten sind 2016 nach Japan gereist, wie die japa­ni­sche Tou­ris­mus­be­hör­de ges­tern bekannt­ge­ge­ben hat. Mehr als die Hälf­te davon stammt aus den Län­dern Chi­na, Süd­ko­rea, Tai­wan, Hong­kong und den USA. Aber auch die auf­stre­ben­den süd­ost­asia­ti­schen Län­der wer­den immer wichtiger.

Somit hat Japan zum ers­ten Mal über­haupt inner­halb eines Kalen­der­jah­res mehr als 20 Mil­lio­nen Ein­rei­sen von Gäs­ten aus Über­see regis­triert. Eigent­lich peil­te man die­ses ehr­gei­zi­ge Ziel erst für die Som­mer­spie­le 2020 an. Nun aber möch­te man bis dann bereits 40 Mil­lio­nen Gäs­te will­kom­men heis­sen können.

Mehr Über­nach­tungs­ge­le­gen­hei­ten

Hier­für sind jedoch eini­ge Anstren­gun­gen not­wen­dig. Die Hotel­ka­pa­zi­tä­ten in Japan müs­sen mas­siv aus­ge­baut wer­den (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Auch das Ver­mie­ten von Pri­vat­zim­mern und -woh­nun­gen für weni­ge Näch­te soll noch die­ses Jahr noch voll­stän­dig lega­li­siert wer­den (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Selbst Love Hotels wer­den bereits mit gross­zü­gi­gen Kre­di­ten in gewöhn­li­che Hotels umge­wan­delt (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Auch die Infra­struk­tur der Flug- und Schiffs­hä­fen wird erneu­ert und ausgebaut.

Den Rail Pass in Japan kaufen

Aus­ser­dem möch­te die Tou­ris­mus­be­hör­de die Gäs­te aus dem Aus­land ver­mehrt von der über­lau­fe­nen klas­si­schen Rou­te Tokio-Kyo­to-Hiro­shi­ma weg­lo­cken und für ande­re Regio­nen gewin­nen (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Hier­zu wird man den Japan Rail Pass ab dem 8. März 2017 neu auch in Japan kau­fen kön­nen (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Mit die­ser neu­en Fle­xi­bi­li­tät hof­fen die Behör­den, dass die Tou­ris­ten ver­mehrt spon­ta­ne Abste­cher in länd­li­che­re Gegen­den machen werden.