Bild: CoMix Wave Films, Toho«Kimi no wa.»: Der Ani­me des Jahres.

Der Ani­me «Your Name» (Ori­gi­nal­ti­tel: Kimi no na wa, Asi­en­spie­gel berich­te­te) war in Japan der mit Abstand erfolg­reichs­te Kino­fil­me des ver­gan­ge­nen Jah­res, wie die Asahi Shim­bun berichtete.

Sagen­haf­te 23,5 Mil­li­ar­den Yen (208 Mil­lio­nen Euro) hat das Werk von Regis­seur Mako­to Shin­kai bis­lang ein­ge­nom­men. Das ist fast drei Mal mehr als der zweit­plat­zier­te Film «Shin-God­zil­la» (Asi­en­spie­gel berich­te­te). In der ewi­gen Bes­ten­lis­te der japa­ni­schen Kino­fil­me ist nur noch Hayao Miya­za­kis Klas­si­ker «Spi­ri­ted Away» wei­ter vor­ne (30,8 Mil­li­ar­den Yen Einnahmen).

«Your Name» han­delt vom High­school-Schü­ler Taki aus Tokio und der Schü­le­rin Mit­su­ha aus der Regi­on Hida in der Prä­fek­tur Gifu. Gelang­weilt von ihrem All­tag auf dem Land träumt Mit­su­ha davon, ein Jun­ge in Tokio zu sein. Und sie­he da, plötz­li­che tau­schen die bei­den in ihren Träu­men ihre Kör­per und fin­den sich im Leben des ande­ren wie­der. Es beginnt eine Geschich­te, die vol­ler Witz, Roman­tik, Kom­ple­xi­tät und Span­nung ist, mit einem Kome­ten, der im Zen­trum der Hand­lung steht.

Eine Rei­se wie im Anime

Wie in so vie­len Ani­mes üblich (Asi­en­spie­gel berich­te­te), wer­den dar­in eini­ge Orte wie­der­ge­ge­ben, die es so auch tat­säch­lich gibt. So befin­det sich die berühm­te Trep­pe im Film beim Suga-Shri­ne unweit der Sta­ti­on Yots­u­ya im Bezirk Shin­juku. Die Bahn­sta­ti­on Hida-Furu­ka­wa in der Prä­fek­tur Gifa wur­de im Ani­me eben­falls ori­gi­nal­ge­treu wie­der­ge­ge­ben. Die ein­drück­li­che Kra­ter­land­schaft erin­nert der­weil stark an die abge­le­ge­ne Insel Aoga­shi­ma (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Die Ani­me Tou­rism Asso­cia­ti­on möch­te den Film künf­tig mit einem spe­zi­el­len Rei­se­an­ge­bot für alle Fans erleb­bar machen. Wäh­rend knapp einer Woche soll man dabei zu den bekann­tes­ten Orte des Ani­mes in Tokio wie auch in der Prä­fek­tur Gifu geführt wer­den. Um die­ses Pro­jekt in die Rea­li­tät umzu­set­zen sucht die Orga­ni­sa­ti­on nun 30 Test­sper­so­nen aus den ver­schie­dens­ten Län­dern. Die gesam­ten Kos­ten für die Rei­se – mit Aus­nah­me der Flugs nach Japan – wer­den von der Ani­me Tou­rism Asso­cia­ti­on über­nom­men. Dazu gehö­ren Zug- und Busti­ckets, Ver­pfle­gung sowie die Hotel­über­nach­tun­gen. Im Gegen­zug muss der Teil­neh­mer die gesam­te Rei­se mit­ma­chen und für Fra­gen zur Ver­fü­gung stehen.

Über die­se Web­site darf sich jeder anmel­den, der zwi­schen dem 1. März und 30. April in Japan sein kann. Die Regis­trie­rungs­pha­se endet am 28. Febru­ar. Maxi­mal 30 Per­so­nen wer­den ausgewählt.

Ani­me-Tou­ris­mus

Die Ani­me Tou­rism Asso­cia­ti­on hat sich zum Ziel gesetzt, die wich­tigs­ten 88 Ani­me-Stät­ten bes­ser zu ver­mark­ten, um so auch dem lokal-regio­na­len Tou­ris­mus auf die Bei­ne zu hel­fen. Sie erhält hier­für von der japa­ni­schen Regie­rung unterstützt. 

Übri­gens han­delt es sich nicht um die ers­te «Your Name» inspi­rier­te Tour. Bereits haben pri­va­te und öffent­li­che Anbie­ter begon­nen loka­le «Your Name»-Kurausflüge anzu­bie­ten. Doch eine ein­wö­chi­ge Rei­se wie im aktu­el­len Fall gibt es bis­lang noch nicht.