Die Lie­be der Japa­ner zur Eisen­bahn nimmt manch­mal extre­me For­men an. Man­che gehen sogar soweit, dass sie ihr eige­nes Zuhau­se ganz im Stil einer Zug­fahrt ein­rich­ten, wie IT Media berich­te­te. So lud ver­gan­ge­ne Woche der japa­ni­sche Twit­ter-Nut­zer @igaigaadjmadjml ein Foto von einem Zug­ab­teil des Typs Suha­fu-12 hoch und schrieb dazu: «Das ist das Zim­mer in mei­nem 2. Stock.» (sie­he Tweet oben)

Für die­se krea­ti­ve Woh­nungs­ein­rich­tung gab es über 8000 Ret­weets und 6500 Likes. Das Inte­ri­eur wirk­te auf dem Foto jedoch der­art detail­reich und rea­lis­tisch, dass eini­ge Beob­ach­ter der Sache nicht trau­ten. Doch ein genau­er Blick zeigt, dass hin­ter der Zug­tür kein wei­te­rer Wagen zu sehen ist. Und um noch den letz­ten Beweis zu lie­fern, lud @igaigaadjmadjml ein Foto hoch, wel­ches das Zim­mer wäh­rend der Bau­pha­se zeigt (sie­he Tweet unten).

Ein hal­bes Jahr arbei­te­te er offen­bar an die­sem häus­li­chen Zug­ab­teil. Bei den ein­zel­nen Bau­tei­len han­delt es sich um Ori­gi­nal­stü­cke. Bei die­sem klei­nen Kunst­werk ging es ihm vor allem dar­um, nicht nur die Äus­ser­lich­keit son­dern auch die Atmo­sphä­re eines klas­si­schen japa­ni­schen Zug­ab­teils zur bewah­ren. Übri­gens han­delt es sich dabei um ein Gästezimmer.

Das Hotel Nachtreisezug

Ein ähn­li­ches Kon­zept gibt es neben­bei seit kur­zem auch als Hotel. Im Tokio­ter Vier­tel Nihon­ba­shi hat Ende 2016 das Train Hos­tel Hoku­to­sei eröff­net, wo man im ori­gi­na­len Inte­ri­eur des ehe­ma­li­gen Nacht­rei­se­zugs, der einst Tokio mit der Nord­in­sel Hok­kai­do ver­band, über­nach­ten kann (Asi­en­spie­gel berich­te­te).