Die Geschich­te des japa­ni­schen STOP-Schildes.

Japan stellt ab Juli 2017 um: Fort­an wer­den alle Stop-Ver­kehrs­schil­der auch in eng­li­scher Spra­che ange­schrie­ben sein. Unter der bis­he­ri­gen Auf­schrift «止まれ» kommt das inter­na­tio­nal ver­ständ­li­che «STOP» hin­zu. 1,7 Mil­lio­nen Ver­kehrs­schil­der müs­sen nun aus­ge­tauscht wer­den. Man wird dies schritt­wei­se tun, wie die Natio­na­le Poli­zei­be­hör­de laut Yomi­uri Shim­bun erklärte.

Den Anfang wird man bei den Flug­hä­fen machen. Gleich­zei­tig wer­den auch die rund 1000 Ver­kehrs­schil­der für «lang­sam Fah­ren» aus­ge­tauscht. Unter der Auf­schrift «徐行» steht künf­tig «SLOW» geschrie­ben. Die Mass­nah­me ist eine Reak­ti­on auf den anhal­ten­den Tou­ris­mus­boom und die kom­men­den Som­mer­spie­le 2020.

Die lan­ge Geschich­te des Stop-Schildes

Der Auf­wand dafür ist gigan­tisch. Geschätz­te 25,2 Mil­li­ar­den Yen (195 Mil­lio­nen Euro) kos­tet das Unter­fan­gen (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Dabei hät­te sich Japan all die Mühe spa­ren kön­nen. Denn zwi­schen 1950 und 1963 waren die STOP-Schil­der bereits alle­samt auf Japa­nisch und Eng­lisch ange­schrie­ben. Das Schild hat­te auch die gän­gi­ge acht­ecki­ge Form.

1963 folg­te schliess­lich das bis heu­te gel­ten­de Rede­sign. Fort­an hiess es auf einem drei­ecki­gen nach unten gerich­te­ten Ver­kehrs­schild in weis­ser Schrift­far­be «止まれ» (aus­ge­spro­chen «toma­re»). Auf das eng­li­sche STOP ver­zich­te­te man gänz­lich (sie­he Bild oben). Dies hat dazu geführt, dass manch ein Tou­rist, der zum ers­ten Mal nach Japan reist, wegen der frem­den Schrift und der unter­schied­li­chen Form des Schil­des zwei Mal über­le­gen muss, was die­ses Ver­kehrs­zei­chen bedeu­ten mag.