«Aus­län­der am Steuer»

Die Tou­ris­ten-Mar­kie­run­gen in Oki­na­wa und Hokkaido.

Japan ver­fügt über ein exzel­len­tes öffent­li­ches Ver­kehrs­sys­tem. Ein Auto zu mie­ten ist beson­ders in den urba­nen Gebie­ten kei­ne Not­wen­dig­keit. In länd­li­chen Gegen­den, wo Bahn und Bus nicht im 10-Minu­ten-Takt ver­keh­ren, kann es durch­aus Sinn machen, für ein paar Tage ein Auto zu benut­zen. Mit dem Tou­ris­mus­boom ist die Nach­fra­ge ent­spre­chend gestie­gen. 2015 mach­ten gemäss Nori­mo­no News 705’000 aus­län­di­sche Tou­ris­ten von Rent-a-Car Gebrauch. In nur fünf Jah­ren hat sich die­se Zahl vervierfacht.

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Bekannt­lich herrscht in Japan Links­ver­kehr. Die Ver­kehrs­re­geln wei­sen im Ver­gleich zu Euro­pa ein paar Unter­schie­de auf. Und nicht sel­ten sind die Hin­weis­schil­der nur auf Japa­nisch ange­schrie­ben. In den Prä­fek­tu­ren Hok­kai­do, Oki­na­wa, Tokio und Osa­ka hat dies dazu geführt, dass die regio­na­len Ver­ei­ni­gun­gen der Auto­ver­lei­her einen Tou­ris­ten-Auf­kle­ber ein­ge­führt haben. Auch wenn sich das Design je nach Regi­on unter­schei­det, steht stets der­sel­be höf­li­che Satz geschrie­ben: «Eine aus­län­di­sche Per­son ist am Autofahren.»

Der Grund für die Mass­nah­me ist ein­fach. Die Zahl der Unfäl­le mit aus­län­di­schen Auto­fah­rern ist am Stei­gen. Allei­ne auf Oki­na­wa sol­len es im ver­gan­ge­nen Jahr gemäss Mai­ni­chi Shim­bun 9648 gewe­sen sein. Das ist das 3-fache im Ver­gleich zu 2013, wobei IT Media hier kor­ri­gie­rend betont, dass es sich dabei viel mehr um klei­ne­re Zwi­schen­fäl­le als Unfäl­le han­del­te. Einen töd­li­chen Unfall mit einem Tou­ris­ten am Steu­er habe es in Oki­na­wa 2016 nicht gegeben.

Gegen­über Nori­mo­no News betont der Ver­tre­ter in Oki­na­wa, dass es mit dem Auf­kle­ber ledig­lich dar­um gehe, zwecks Unfall­ver­hü­tung die ande­ren Ver­kehrs­teil­neh­mer zu infor­mie­ren. Es han­delt sich zudem um einen Magnet­auf­kle­ber, den der Fah­rer auch ent­fer­nen kann.

Die offi­zi­el­len Automarkierungen

Übri­gens sind Warn­kle­ber auf Autos in Japan nichts Unge­wöhn­li­ches (sie­he Bild unten). So müs­sen alle Per­so­nen im ers­ten Jahr nach der bestan­de­nen Fahr­prü­fung einen spe­zi­el­len grün-gel­ben Auf­kle­ber ans Auto anbrin­gen, im Volks­mund Waka­ba Māku genannt. Für Fah­rer, die über 70 Jah­re alt sind, gibt es eben­falls einen Auto­auf­kle­ber (Asi­en­spie­gel berich­te­te), wie auch für Per­so­nen mit Körperbehinderungen.

In Japan gibt es unzäh­li­ge offi­zi­el­le Mar­kie­run­gen für das Auto.
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