News. Reisen. Japan. Von Jan Knüsel.

Tokios neues Wahrzeichen

Im März 2017 baute Tokio eines seiner jüngsten Wahrzeichen ab. Es war die 18 Meter hohe Gundam-Statue auf der Insel Odaiba, die in den letzten Jahren zu einem Anziehungspunkt für Fans dieser legendären Anime-Serie wurde. Der gigantische Roboter vor dem Einkaufskomplex DiverCity Tokyo Plaza wurde damals fein säuberlich in seine Einzelteile zerlegt und abtransportiert, mit dem Versprechen bis im Herbst einen neuen noch grösseren Roboter zu präsentieren (Asienspiegel berichtete).

Bereits im Sommer nahm die neue Figur Gestalt an. Schrittweise wurde dieses Symbol der japanischen Anime-Kultur aufgebaut. Die Fans haben diesen Aufbau in den letzten Monaten liebevoll dokumentiert (Asienspiegel berichtete). Nun wurde der neue Roboter offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt.

Es ist nichts Geringeres als eine massstabsgetreue Nachbildung des RX-0 Unicorn Gundam. 19,7 Meter hoch ist dieser neue Gigant. Damit übertrifft er seinen Vorgänger um fast 2 Meter. Mehrmals pro Tag wechselt er zudem sein Aussehen, vom «Destroy-» zum «Unicorn-Modus» – und umgekehrt. Jeweils um 11, 13, 15 und 17 Uhr findet diese kurze Show statt. Auch abends finden gibt es gleich mehrere Verwandlungen (siehe Tweet unten). Der RX-0 Unicorn Gundam ist dann in seinen unverkennbaren Farben beleuchtet. Damit hat Tokio ein halbes Jahr nach dem Abbau sein Anime-Wahrzeichen zurück.

Eine Kultserie

1979 wurde «Mobile Suit Gundam» zum ersten Mal im japanischen Fernsehen ausgestrahlt. Die 43-teilige Serie mit den gigantischen Robotern, die von Piloten gesteuert werden, schlug sofort ein. Es folgten Fortsetzungen, Spin-offs, Kinofilme, Videospiele, Mangas und Spielzeuge. Seit 38 Jahren gibt es nun Gundam in allen Facetten.

Der neue Roboter. (Foto: twitter/ @nyasaro)

Der neue Roboter. (Foto: twitter/ @nyasaro)

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