metro​.tokyo​.jpBei einem Erd­be­ben: Ver­hal­ten­s­tipps in Hoch­häu­sern, in den Ber­gen und in Küstengebieten.

Japan ist ein Land der Natur­ge­wal­ten. Erd­be­ben, Tsu­na­mi, Vul­kan­aus­brü­che oder Über­schwem­mun­gen: Der Insel­staat muss so mit ziem­lich allen Gefah­ren der Natur leben. Ent­spre­chend pro­fes­sio­nell ist man vor­be­rei­tet. Das Land ver­fügt über eine her­vor­ra­gen­de Infra­struk­tur, die auch star­ken Erd­be­ben stand­hal­ten kann (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Wet­ter­be­hör­den, Fern­seh­sta­tio­nen und Apps belie­fern die Japa­ner in Echt­zeit mit den wich­tigs­ten War­nun­gen und Infor­ma­tio­nen. Für die aus­län­di­schen Tou­ris­ten stellt sich jedoch das Pro­blem, dass in die­sen Fäl­len nur auf Japa­nisch kom­mu­ni­ziert wird. Doch in den letz­ten Jah­ren hat sich eini­ges getan. Es gibt immer mehr Diens­te, die einen im Not­fall auch auf Eng­lisch zuver­läs­sig infor­mie­ren. Hier eine Übersicht:

1. NHK World TV: J-Alert auf Englisch

Seit dem 1. Febru­ar 2018 ver­schickt die App «NHK World TV», das Teil des öffent­li­chen Rund­funks NHK ist, eng­lisch­spra­chi­ge Push-War­nun­gen für Erd­be­ben, Tsu­na­mi und ande­re Gefah­ren. Inte­griert ist laut NHK auch das staat­li­che J-Alert-Sys­tem, das unter ande­rem über mili­tä­ri­sche Gefah­ren früh­zei­tig infor­miert, wie zuletzt bei den Mis­si­le-Tests von Nord­ko­rea (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Hier eine Anlei­tung für die Push-Warn­funk­tio­nen.

2. Die Wetterbehörde

Die eng­lisch­spra­chi­ge Web­site der japa­ni­schen Wet­ter­be­hör­de bie­tet eine Über­sicht über alle aktu­el­len Erd­be­ben-, Tsu­na­mi-, Vul­kan- und Wet­ter-Gefah­ren. Dort ist bei­spiels­wei­se auch eine Lis­te aller Erd­be­ben der letz­ten Tage ein­seh­bar, inklu­si­ve Magnitu­den­stär­ke und japa­ni­scher Erd­be­ben­ska­la, die von 1 (schwach) bis 7 (sehr stark) Anga­ben über die Stär­ke der Erschüt­te­run­gen macht. 

3. Safe­ty Tips

Die App Safe­ty Tipps ist eine wei­te­re emp­feh­lens­wer­te App, die eben­falls Erd­be­­ben- und Tsu­­na­­mi­-War­­nun­­gen her­aus­gibt und wei­te­re Tipps für den Not­fall anbie­tet. Dane­ben gibt es vie­le hilf­rei­che Tipps für das rich­ti­ge Ver­hal­ten bei Kata­stro­phen (beim Punkt «Learning Mate­ri­al»). Not­fall-Num­mern, Kran­ken­häu­ser aber auch Über­set­zungs­kar­ten fin­det man darin. 

4. Yure­ku­ru Call

Yure­ku­ru Call kon­zen­triert sich ganz auf die Erd­be­ben­ge­fahr. Die App kün­digt eben­falls Sekun­den vor einem gros­sen Erd­be­ben eine mög­li­che Erschüt­te­rung an. 

5. Das Handbuch

Die Lokal­re­gie­rung von Tokio hat einen Rat­ge­ber für den Not­fall her­aus­ge­ge­ben. Die­ser rich­tet sich vor­nehm­lich an die aus­län­di­schen Bewoh­ner der Haupt­stadt. Der Rat­ge­ber ist aber für Japan-Besu­cher genau­so nütz­lich. «Tokyo Bou­sai /Let’s get pre­pa­red» heisst die auf Eng­lisch über­setz­te Aus­ga­be, die man online her­un­ter­la­den kann. Auf über 320 Sei­ten wer­den illus­trierte Rat­schlä­ge für alle mög­li­chen Situa­ti­on erteilt (Asi­en­spie­gel berich­te­te).