Am Anfang war eine Grup­pe von High-School-Schü­lern, die sechs Sta­tu­en aus Schnee im Odo­ri-Park von Sap­po­ro erbau­ten. Ihre Lei­den­schaft zahl­te sich aus. Bereits im ers­ten Jahr kamen Tau­sen­de von Zuschauern.

Ab 1955 ent­stan­den mit Unter­stüt­zung der Sol­da­ten der japa­ni­schen Selbst­ver­tei­di­gungs­trup­pen rie­si­ge Sta­tu­en aus Schnee. Und so wur­de das Sap­po­ro-Schnee-Fes­ti­val immer bekann­ter. Immer mehr Künst­ler nah­men teil, 1959 wur­de erst­mals natio­nal in den Medi­en berich­tet. Mit den Win­ter­spie­len 1972 in Sap­po­ro wur­de das Schnee­fes­ti­val gar welt­weit bekannt.

Heu­te wer­den die ver­gäng­li­chen Kunst­wer­ke im 1,5 Kilo­me­ter lan­gen Odo­ri-Park, im Stadt­zen­trum Sus­uki­no und beim Sap­po­ro Com­mu­ni­ty Dome (kurz «Tsu­do­me» genannt) aus­ge­stellt. Jähr­lich besu­chen inzwi­schen über 2 Mil­lio­nen Men­schen aus Japan und dem Aus­land die­ses spe­zi­el­le Fes­ti­val, das von der Stadt orga­ni­siert wird. Bis heu­te sind die Selbst­ver­tei­di­gungs­trup­pen eine wich­ti­ge Hil­fe beim Auf­bau der über 200 Schnee-Skulp­tu­ren. Wie die­se Kunst­wer­ke ent­ste­hen sehen Sie hier.

Ani­me und Rugby

Das dies­jäh­ri­ge 67. Sap­po­ro-Schnee-Fes­ti­val hat am 5. Febru­ar begon­nen. Zu den Höhe­punk­ten zäh­len eine Skulp­tur von Son-Goku aus Dra­gon Ball, ein Men­schen fres­sen­der Gigant aus dem Ani­me Attack on Titan oder der Rug­by-Star Ayu­mu Goro­ma­ru in sei­ner berühm­ten Hal­tung vor dem Frei­stoss (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Im Odo­ri-Park und in Sus­uki­no wird das Fes­ti­val bis zum 11. Febru­ar andau­ern. Bei Tsu­do­me, wo mit gros­sen Schlit­tel­bah­nen, Ess­stän­den, Events und mit vie­len Schnee­skulp­tu­ren alles auf die Fami­lie aus­ge­rich­tet ist, dau­ern die Fest­lich­kei­ten bis zum 18. Februar.

Foto: twitter/​@mopipapaAttack on Titan aus Schnee.