Die neue Aus­sicht vom Tokyo Tower

Foto: Depo​sit​pho​tos​.comDer Tokyo Tower in der Nacht.

Am 23. Dezem­ber 1958 wur­de der Tokyo Tower eröff­net. Japan hat­te die schwers­ten Jah­re nach der Kriegs­nie­der­la­ge hin­ter sich. Es war eine Zeit des Auf­bruchs. Die wie­der­auf­ge­bau­te Haupt­stadt benö­tig­te damals drin­gend einen Fern­­seh- und Radio­turm, der alle ande­ren Gebäu­de über­ra­gen wür­de. 333 Meter hoch wur­de er und somit höher als sein Vor­bild, der Eif­fel­turm. Es war damals das höchs­te Bau­werk Japans. Die auf­fäl­li­ge rot-weis­­se Far­be war eine regu­la­to­ri­sche Not­wen­dig­keit für die Sicher­heit des Luft­raums. Tokio hat­te sein ers­tes moder­nes Wahr­zei­chen, eine Iko­ne des Wie­der­auf­baus (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Als die Gebäu­de in der Haupt­stadt immer höher wur­den, wur­de dies zu für den Tokyo Tower zu einem Pro­blem. Es muss­te ein noch gewal­ti­ge­res Bau­werk her. 2012 wur­de der 634 Meter hoher Fern­seh­turm Skyt­ree ein­ge­weiht (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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Neue Aus­sichts­fens­ter für den Tokyo Tower

Geblie­ben ist die Fas­zi­na­ti­on. Jähr­lich besu­chen 2,3 Mil­lio­nen Men­schen den Tokyo Tower mit sei­nen Restau­rants und Geschäf­ten im Kom­plex unter dem Turm und den bei­den Aus­sichts­platt­for­men in 150 und 250 Metern Höhe. 40 Pro­zent davon sind aus­län­di­sche Tou­ris­ten. Immer­hin han­delt es sich noch immer um die zweit­gröss­te Bau­struk­tur des Lan­des, die eine ein­ma­li­ge Aus­sicht auf Tokio bie­tet. 2017 began­nen die Betrei­ber mit einer umfas­sen­den Reno­va­ti­on. Die­se Arbei­ten sind nun abge­schlos­sen, wie die Tokyo Shim­bun berichtet. 

Die Aus­sichts­platt­form auf 150 Metern Höhe bie­tet neu grös­se­re Fens­ter für einen mög­lichst frei­en Blick auf die japa­ni­sche Haupt­stadt (sie­he Fotos unten). Auch der Ver­an­stal­tungs­raum wur­de erneu­ert. Neben Kon­zer­ten und Ver­an­stal­tun­gen wird hier auch ein Film über die Geschich­te des Tur­mes gezeigt. Die Berei­che im Erd­ge­schoss wur­den eben­falls moder­ni­siert. Die Reno­va­ti­on der Aus­sichts­platt­form auf 250 Metern wur­de der­weil schon im März 2018 abge­schlos­sen. Der Zugang für das Main Deck auf 150 Metern kos­tet neu 1200 Yen. Für den obers­ten Bereich auf 250 Metern muss man 3000 Yen bezahlen. 

Eine Ver­si­che­rung für die Hauptstadt

Übri­gens hat der Tokyo Tower auch noch eine logis­ti­sche Funk­ti­on. Noch dient er als Sen­de­turm für zwei Radio­sta­tio­nen. Aus­ser­dem steht er für Fern­seh­sta­tio­nen wei­ter­hin zur Ver­fü­gung, falls der Skyt­ree ein­mal wegen einer Natur­ka­ta­stro­phe aus­fal­len sollte.

Fotos: tokyo​to​wer​.co​.jpDie Fens­ter vor und nach der Renovation.

Der Stand­ort des Tokyo Tower

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