Der «Petit Seven-Eleven»

Ver­kaufs­au­to­ma­ten von Seven-Ele­ven in Japan. Seven Ele­ven Japan / sej​.co​.jp

Auf der Rast­stät­te Oya bei Uts­uno­miya in der Prä­fek­tur Tochi­gi kön­nen sich die Auto­fah­rer neu 24 Stun­den mit Lebens­mit­teln ein­de­cken. Mög­lich macht dies die Inbe­trieb­nah­me von vier Ver­kaufs­au­to­ma­ten der gros­sen Mini­markt­ket­te Seven Ele­ven (sie­he ers­ter Tweet unten). Im Ange­bot ste­hen Oni­gi­ri, Sand­wi­ches, Brot und Süs­sig­kei­ten. Auch auf der Auto­bahn­rast­stät­te Yoshi­wa in der Prä­fek­tur Hiro­shi­ma wur­de Anfang Juli 2022 ein sol­cher «Petit Seven-Ele­ven» instal­liert. Der Grund war die Schlies­sung eines klei­nen Ver­kaufs­ge­schäfts im März die­ses Jahres. 

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Eine neue Nische

Seven-Ele­ven setzt seit 2017 auf die Stra­te­gie, Ver­kaufs­au­to­ma­ten an Orten zu plat­zie­ren, wo es kei­nen Platz für ein nor­ma­les Geschäft hat, wie in klei­nen Bahn­hö­fen, Rast­stät­ten, Büros, Kran­ken­häu­sern oder Schu­len. Bis 2020 wur­den rund 1000 sol­cher Maschi­nen an 500 Orten installiert. 

Die Waren in den Auto­ma­ten wer­den jeweils von nahe­lie­gen­den Seven-Ele­ven-Mini­märk­ten ein­mal täg­lich auf­ge­füllt und bei Bedarf aus­ge­tauscht. Der Ver­kaufs­au­to­mat besitzt sogar eine Funk­ti­on, um den Ver­kauf abge­lau­fe­ner Waren auto­ma­tisch zu stop­pen. Übri­gens setzt auch Kon­kur­rent Fami­ly Mart seit Jah­ren auf die­se Strategie. 

Auto­ma­ten mit­ten im Seven-Eleven

Die Bedeu­tung die­ser Kon­bi­ni-Auto­ma­ten wird in den kom­men­den Jah­ren zuneh­men. Selbst in einem Seven-Ele­ven-Able­ger in der Stadt Neri­ma wur­den sechs sol­cher Auto­ma­ten mit ins­ge­samt 170 Waren vor zwei Jah­ren in Betrieb genom­men (sie­he zwei­ter Tweet unten). Dies ermög­licht dem Betrei­ber, den Laden in den Nacht­stun­den zwi­schen 0 und 6 Uhr zu schlies­sen und ein­zig den Auto­ma­ten­be­reich offenzuhalten.

In einer Bran­che, die auf­grund des rasan­ten Bevöl­ke­rungs­rück­gangs unter einem aku­ten Arbei­ter­man­gel lei­det, bie­tet sich der Kon­bi­ni in Form eines Ver­kaufs­au­to­ma­ten als idea­le Ergän­zung an. Zudem ist die­ser Ansatz wesent­lich kos­ten­güns­ti­ger als der Betrieb eines voll­au­to­ma­ti­sier­ten, unbe­mann­ten Mini­mark­tes, an des­sen Eta­blie­rung eben­falls gear­bei­tet wird (Asi­en­spie­gel berich­te­te).


Bil­der der Seven-Ele­ven-Auto­ma­ten auf Twitter


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