Oira­se-Fluss: Was­ser­fäl­le, Wäl­der und ein Kratersee

Das Wahr­zei­chen: Der Was­ser­fall Kumoi-no-taki. Asi­en­spie­gel

Der Oira­se-Fluss (Oira­se-gawa) ent­springt aus dem See Towa­da­ko auf 400 Meter über Meer in der Prä­fek­tur Aom­ori. Über eine Län­ge von 71 Kilo­me­ter schlän­gelt er sich nach Towa­da und erreicht nörd­lich der Stadt Hachi­no­he den Pazi­fik. Sein Ober­lauf führt als Wild­bach (Oira­se-kei­ryū) durch eine pit­to­res­ke Schlucht und eine dicht bewal­de­te Natur. Die­ser Abschnitt mit sei­nen vie­len Was­ser­fäl­len ist seit 1942 als «Natur­denk­mal von land­schaft­li­cher Schön­heit» registriert. 

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Die Wan­de­rung

Der Oira­se-Bach an einem Früh­som­mer­tag. Asi­en­spie­gel

An die­sem Ober­lauf wur­de über eine Län­ge von 14 Kilo­me­tern ein Wan­der­weg ange­legt, der vom Oira­se Kei­ryū Muse­um bis hoch zum Towa­da-See führt und rund 4 Stun­den in Anspruch nimmt. Will man die Weg­zeit ver­kür­zen, kann man mit dem Bus zur Ishi­ge­do-Rast­stät­te fah­ren und von dort die Wan­de­rung in Angriff neh­men. Auch so bekommt man die meis­ten natür­li­chen Sehens­wür­dig­kei­ten, wie die Was­ser­fäl­le Kumoi-no-taki, Tama­da­re-no-taki und Chō­shi-Ōta­ki, zu Gesicht. Im Som­mer prägt ein inten­si­ves Grün die Land­schaft. Beson­ders beliebt ist die Wan­de­rung im Okto­ber und Novem­ber, wenn die Wäl­der die male­ri­schen Herbst­far­ben annehmen. 

Die Chō­shi-Ōta­ki-Was­ser­fäl­le im obe­ren Bereich des Flus­ses. Asi­en­spie­gel

Belohnt wird man am Ende der Wan­de­rung mit einer Pan­ora­ma­sicht auf den See Towa­da­ko. Mit einer Flä­che von 61 Qua­drat­ki­lo­me­tern han­delt es sich um den gröss­ten Kra­ter­see der japa­ni­schen Haupt­in­sel Hons­hu. Zwei Halb­in­seln geben dem See sei­ne unver­kenn­ba­re Form. Der Oira­se-Fluss ist der ein­zi­ge Abfluss die­ses Kra­ter­sees. An die­ser Stel­le befin­det sich eine Rast­stät­te, eine Schiff­sta­ti­on und die Hal­te­stel­le des Lokal­bus­ses, der die Wan­de­rer zurück ins Tal fährt, wo sich die meis­ten Hotels befin­den. Der ein­zi­ge Wer­muts­trop­fen ist, dass der Wan­der­weg teil­wei­se zu nahe an der Stras­se verläuft. 

Ankunft am Towa­da­ko: Ein pit­to­res­ker Kra­ter­see. Asi­en­spie­gel

Die Sze­ne­rie von Tsutanuma

Kom­bi­nie­ren lässt sich die­ser Auf­ent­halt mit einer Wan­de­rung durch das nahe gele­ge­ne Gebiet Tsu­ta Nana Numa («Tsu­ta Seven Lakes»), des­sen gröss­ter Wei­her Tsuta­nu­ma von Mit­te Okto­ber bis Mit­te Novem­ber eine impo­san­te Herbst­laub­sze­ne­rie bie­tet (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Der Ober­lauf die­ses Flus­ses ist ein klas­si­scher Wild­bach. Asi­en­spie­gel
Der gesam­te Wan­der­weg bis zum See ist rund 14 Kilo­me­ter lang. Asi­en­spie­gel
Die natür­li­che Stein­hüt­te Ishi­ge­do, um die sich Legen­den ran­ken. Asi­en­spie­gel
Der Weg ver­läuft teil­wei­se zu nahe an der Stras­se. Asi­en­spie­gel
Der Wan­der­weg wird gut unter­hal­ten. Asi­en­spie­gel
Der Wan­der­weg in der Über­sicht. Asi­en­spie­gel

Der Stand­ort der Oirase-Schlucht


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