Japans wich­tigs­te Thunfisch-Auktion

武藏 / Wiki­me­dia / CCEine Thun­fisch­auk­ti­on in Toyo­su im Janu­ar 2019.

Die Neu­jahrs­auk­ti­on im gros­sen Tokio­ter Fisch­markt von Toyo­su hat eine beson­de­re Bedeu­tung. Für den qua­li­ta­tiv bes­ten Blauf­los­sen-Thun­fisch wird an die­sem Mor­gen stets ein über­durch­schnitt­lich hoher Preis bezahlt. Im Gegen­zug ist dem Meist­bie­ten­den die natio­na­le Medi­en­auf­merk­sam­keit gewiss (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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20,84 Mil­lio­nen Yen wur­de am 5. Janu­ar 2021 für einen 208,4 Kilo­gramm schwe­ren Blauf­los­sen-Thun­fisch bezahlt. Das sind umge­rech­net 165’000 Euro. Gebo­ten hat die­sen Preis das Zwi­schen­han­dels-Unter­neh­men Yamayu­ki, das bereits 2018 am meis­ten hin­blät­ter­te. Wie in den ver­gan­ge­nen 10 Jah­ren wur­de auch die­ser Blauf­los­sen-Thun­fisch von Fischern des Dor­fes Ōma in der Prä­fek­tur Aom­ori gefangen. 

Der Preis im his­to­ri­schen Vergleich

Mit 20,84 Mil­lio­nen Yen wur­de immer­hin der acht­höchs­te Preis seit Beginn der sys­te­ma­ti­schen Erfas­sung die­ser Daten vor zwan­zig Jah­ren ver­zeich­net (sie­he Gra­fik unten). Im Ver­gleich zu den Vor­jah­ren ist es jedoch ein beschei­de­ner Betrag. 2019 wur­de ein Rekord­preis von 333 Mil­lio­nen Yen erzielt (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Im ver­gan­ge­nen Jahr waren es 193,2 Mil­lio­nen Yen. Somit muss­te der Fisch­markt einen Rück­gang von 90 Pro­zent hinnehmen. 

In den Nul­ler­jah­ren war ein ein­stel­li­ger Mil­lio­nen­be­trag die Norm. Im dar­auf­fol­gen­den Jahr­zehnt wur­den neue Sphä­ren erreicht. Zugleich waren die Schwan­kun­gen in die­ser Zeit beträcht­lich. Das Gewicht und die Qua­li­tät des Fisches, die all­ge­mei­ne Aus­beu­te am Neu­jahrs­tag, die glo­ba­len Bestän­de, die wirt­schaft­li­che Ver­fas­sung und vor allem die Sym­bo­lik, wie die Eröff­nung des neu­en Fisch­mark­tes von Toyo­su 2019, sind bei der Ent­ste­hung die­ses Prei­ses ent­schei­den­de Faktoren.

Der berühm­tes­te Bieter

Der ein­zi­ge sta­bi­le Fak­tor in Toyo­su ist der Käu­fer. In den letz­ten 10 Neu­jahrs­auk­tio­nen war 8 Mal Kiyo­shi Kimu­ra, Besit­zer der Restau­rant­ket­te Sus­hiz­an­mai, der Meist­bie­ten­de. Er ver­steht es wie kein ande­rer, die­sen Gewinn für sein Unter­neh­men zu ver­mark­ten (Asi­en­spie­gel berich­te­te). In die­sem Jahr hat er sich laut eige­ner Aus­sa­ge bewusst zurück­ge­hal­ten. Es sei nicht die Zeit für einen ver­schwen­de­ri­schen Einkauf. 

Die Kai­ten-Sushi-Ket­ten haben die Coro­na-Kri­se ver­gleichs­wei­se gut über­stan­den. Das hat damit zu tun, dass sich es mehr­heit­lich um fami­li­en­freund­li­che Restau­rants in Vor­or­ten han­delt (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Die­se hat­ten es ein­fa­cher als die Iza­ka­ya-Knei­pen in den urba­nen Zen­tren. Trotz­dem bleibt die Unge­wiss­heit. Die Coro­na-Lage hat sich nicht beru­higt, ganz im Gegen­teil. Für den Gross­raum Tokio wird ab dem 8. Janu­ar 2021 der Not­stand gel­ten (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Die Restau­rants, die spe­zi­ell im Fokus die­ser Mass­nah­me ste­hen, wer­den auf­ge­for­dert, spä­tes­tens um 20 Uhr zu schlies­sen. Ein Mil­lio­nen­ein­kauf durch Sus­hiz­an­mai hät­te in die­ser Situa­ti­on ein fal­sches Signal ausgesendet. 



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