Erd­be­ben in Ishikawa

Die Lage des Epi­zen­trums des Erd­be­bens vom 19. Juni 2022. Japan Meteo­ro­lo­gi­cal Agency

Am nörd­li­chen Zip­fel der Noto-Halb­in­sel in der Prä­fek­tur Ishi­ka­wa am Japa­ni­schen Meer kam es am gest­ri­gen Sonn­tag um 15:08 Uhr zu einem Erd­be­ben der Magnitu­de 5,4. Das Epi­zen­trum befand sich in der Stadt Suzu, die knapp 15’000 Ein­woh­ner zählt. 

Das Erd­be­ben reich­te bis weit nach Niiga­ta. Japan Meteo­ro­lo­gi­cal Agency

Auf der japa­ni­schen Inten­si­täts­ska­la, die bis zu einer 7 reicht, war es eine hohe 6-. Die­se gibt das Aus­mass der spür­ba­ren Erschüt­te­run­gen und poten­zi­el­len Zer­stö­rung wie­der. Bei einer 6- bedeu­tet dies, dass es bereits schwie­rig ist, wäh­rend des Bebens ste­hen­zu­blei­ben. Zudem kann es zu erheb­li­chen Sach­schä­den kom­men. Das Beben war bis in die Prä­fek­tur­haupt­stadt Kana­za­wa zu spüren. 

Erschüt­te­run­gen auf Mitsukejima

Die Bil­der in den japa­ni­schen Medi­en zeig­ten beträcht­li­che Erschüt­te­run­gen in Suzu. Glück­li­cher­wei­se for­der­te das Beben kei­ne Toten. Min­des­tens fünf Men­schen haben sich jedoch Ver­let­zun­gen zuge­zo­gen. Im AKW Shi­ka, das sich auf der Halb­in­sel befin­det, wur­den kei­ne Unre­gel­mäs­sig­kei­ten regis­triert. Der­weil blie­ben zwei Wahr­zei­chen von Suzu nicht ver­schont. Das Stein-Torii des Kasu­ga-Schreins fiel kom­plett in sich zusam­men. Auch Stein­la­ter­nen und Trep­pen wur­den beschädigt. 

Ein Foto von Mit­suke­ji­ma im Jahr 2019. Asi­en­spie­gel

Der­weil kam es auf der berühm­ten Fel­sen­in­sel Mit­suke­ji­ma, die wegen ihrer Form auch «Schlacht­schif­fin­sel» genannt wird (Asi­en­spie­gel berich­te­te), zu einem Stein­schlag. In der Fol­ge ent­stand rund um den Fel­sen her­um eine Staub­wol­ke. Tou­ris­ten, die zum Zeit­punkt des Erd­be­bens vor Ort waren, film­ten die Sze­ne­rie. Eine spä­te­re Auf­nah­me zeigt, dass ein klei­ner Teil des vor­de­ren, lin­ken Fels­ab­schnitts im oben Bereich abge­bro­chen war (sie­he Tweet unten). 

Das stärks­te Beben seit 2007

Für die Noto-Halb­in­sel, die ein grü­nes Para­dies ist (Asi­en­spie­gel berich­te­te), war es das schwers­te Erd­be­ben seit 2007. Damals kam es in Waji­ma, der berühm­ten Stadt der Lack­kunst (Asi­en­spie­gel berich­te­te) zu einem Beben der Magnitu­de 6,9. Auf der Inten­si­täts­ska­la war es eine 6+. Eine Per­son starb, 356 Men­schen ver­letz­ten sich. Das gest­ri­ge Erd­be­ben zeich­ne­te sich seit gerau­mer Zeit ab. In den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren kam es wie­der­holt zu klei­ne­ren und grös­se­ren Erdbeben. 



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