Shi­bu­yas rie­si­ge Hal­le im Untergrund

Tokyu CorpDie neue Ent­wäs­se­rungs­an­la­ge unter dem Bahn­hof Shibuya.

Das Quar­tier rund um den Bahn­hof Shi­bu­ya mit dem anlie­gen­den Scram­ble Crossing wächst seit Jah­ren in die Höhe (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Gleich meh­re­re Hoch­häu­ser sind hier ent­stan­den, wie zuletzt der Shi­bu­ya Scram­ble Squa­re, der von der Dach­ter­ras­se einen atem­be­rau­ben­den Aus­blick auf die gesam­te Haupt­stadt bie­tet (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Im Janu­ar wur­den der Bahn­hof der Gin­za-Metro-Linie (Asi­en­spie­gel berich­te­te) und ganz in der Nähe der neu ent­wi­ckel­te Miya­s­hi­ta-Park eröff­net (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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Die ver­bor­ge­ne Hal­le im Untergrund

Tokyu CorpDer Was­ser­spei­cher befin­det sich 25 Meter unter der Erde. Hier ein Querschnitt.

Die Neu­erfin­dung von Shi­bu­ya fin­det aber auch in der Tie­fe statt. Im Novem­ber 2019 wur­de im Bereich des Ost-Aus­gangs des Bahn­hofs eine neue Pla­za im Unter­grund mit Café fer­tig­ge­stellt. Die wah­re Attrak­ti­on wird jedoch kaum jemand je zu Gesicht bekom­men. Denn die­se liegt genau unter die­ser Pla­za. Es ist eine Ent­wäs­se­rungs­an­la­ge, deren Hal­le 45 Meter lang, 22 Meter breit und 12 Meter hoch ist. Knapp zehn Jah­re dau­er­ten die Bau­ar­bei­ten für die­se rie­si­ge Hal­le 25 Meter unter der Erdoberfläche. 

Die­se wird bei hef­ti­gen Regen­fäl­len von mehr als 50 Mil­li­me­tern pro Stun­de zum ret­ten­den Was­ser­spei­cher. 4000 Ton­nen Regen­was­ser fasst die­ser gigan­ti­sche Bau. Sobald sich das Unwet­ter wie­der beru­higt, wird das auf­ge­fan­ge­ne Was­ser in die Abwas­ser­ka­nä­le zurück­ge­pumpt. Damit sol­len die Neu­bau­ten effi­zi­ent vor Über­flu­tun­gen geschützt wer­den. Denn der Bahn­hof liegt geo­gra­phisch in einem Tal, das wie­der­holt mit Über­schwem­mun­gen zu kämp­fen hat­te. Zugleich fliesst direkt über der Unter­grund-Pla­za der in eine Beton­röh­re umge­lei­te­te Shi­bu­ya-Fluss (sie­he Bild). In Betrieb genom­men wird die Anla­ge am 31. August 2020. 

G-Cans: Die gröss­te Ent­wäs­se­rungs­an­la­ge der Welt

Die Haupt­stadt kennt sich aus mit sol­chen Bau­ten. Das bekann­tes­te Bei­spiel befin­det sich in der Stadt Kasuka­be in der Prä­fek­tur Saita­ma unweit von Tokio. «G-Cans» nennt sich die­se gröss­te Ent­wäs­se­rungs­an­la­ge der Welt, deren Herz­stück ein spek­ta­ku­lä­rer Was­ser­spei­cher ist. Die­ser ist 177 Meter lang, 78 Meter breit und 18 Meter hoch. Getra­gen wird die­se Hal­le von 59 Stütz­pfei­lern, die jeweils 500 Ton­nen wie­gen. Die Bau­wei­se lässt den Spei­cher wie eine unter­ir­di­sche Kathe­dra­le aussehen. 

Bei Tai­fu­nen und star­ken Regen­fäl­len in Tokio wer­den die Was­ser­mas­sen durch die­ses Entwässerungssys­tem mit ins­ge­samt sechs gigan­ti­schen Spei­chern und einem unter­ir­di­schen Ver­bin­dungs­ka­nal von einer Län­ge von 6,3 Kilo­me­tern gelei­tet und schliess­lich kon­trol­liert in den Fluss Edo­ga­wa ent­las­sen. 1992 wur­den die Bau­ar­bei­ten in Angriff genom­men. 2006 wur­de die Anla­ge fer­tig­ge­stellt. Die Zahl der Über­schwem­mun­gen und über­flu­te­ten Häu­ser konn­te seit­her nach­weis­lich redu­ziert wer­den (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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